Schon immer waren und sind Tätowierungen Teil der Menschheitsgeschichte. Es kann davon ausgegangen werden, dass wahrscheinlich jede Kulturgemeinschaft der Erde zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Entwicklung die Sitte des Tätowierens kannte und ausübte. Strittig ist hingegen, wo sich die Tätowierung schwerpunktmäßig entwickelt hat. Immer wieder wurde versucht, sie vom Ursprung her einem bestimmten geographischen Gebiet zuzuordnen. TATTOO HAMBURG

Der Ursprung des Wortes Tätowierung leitet sich direkt von dem Taihitianischen “tattau” ab. Der Wortstamm “ta” bedeutet Zeichnen und das Wort als Ganzes bedeutet eine Zeichnung in der Haut. Captain Cooks Tagebuch von 1769 enthält den folgenden Eintrag über die Eingeborenen von Taihiti: “Beide Geschlechter malen auf ihre Körper tattau, wie es in ihrer Sprache heißt; dies geschieht, indem die Farbe schwarz auf eine Weise unter die Haut eingebracht wird, dass sie unauslöslich ist. Einige haben schrecklich aussehende Abbildungen von männlichen Vögeln oder Hunden… Kurzum sie weisen im Aufbringen dieser Bilder eine solche Mannigfaltigkeit auf, dass sowohl deren Menge als auch deren Position allein von der Laune des Einzelnen abzuhängen scheint. Männer und Frauen zeigen sie mit großem Vergnügen.” Das Wort ist seitdem nahezu unverändert in die Europäischen Sprachen eingegangen. TATTOO HAMBURG

Als im Jahre 1890 die elektrische Tätowiermaschine erfunden wurde, schien der Tattoo-Boom einen Höhepunkt erreicht zu haben, weil man schneller und schmerzloser tätowiert hat. In den Kriegszeiten ließen sich die Soldaten tätowieren, damit ihre Leichen identifiziert werden konnten. Während des II. Weltkriegs wurden die Häftlinge in Konzentrationslagern mit an den Unterarmen tätowierten Buchstaben und Ziffern als Identifikationsnummer versehen. In den 60er Jahren erlebte die Tätowierkultur wieder ein signifikantes Comeback. Über die Blumenkinder ist die Modeerscheinung Tätowieren in die Welt der Jugendkultur vorgedrungen. TATTOO HAMBURG

Heutzutage ist das Tätowieren in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Viele “Stars” tragen z.T. auffällige Tätowierungen, und beeinflussen so breite Bevölkerungsschichten. Modern eingerichtete Tattoo-Studios, die hohen hygienischen Standards folgen, haben zudem dem Tätowieren selbst einen seriösen Anstrich verliehen.

Der Vorgang der Tätowierung besteht grundsätzlich in einer Punktierung der Haut, wobei gleichzeitig mit dem Durchstechen ein Farbmittel in die Haut eingebracht wird. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Stich weder zu oberflächlich noch zu tief angebracht wird. Im ersten Fall würde das eingelagerte Farbmittel lediglich in die Zelllagen der Epidermis eingebracht werden. Dies hätte zur Folge, dass bei der fortwährenden Erneuerung dieser Hautschicht ein Abwaschen und eine Abstoßung der Farbmittelteilchen nach außen gleichzeitig mit den Epidermiszelllagen erfolgen würde. Im zweiten Fall, wenn also der Stich zu tief in die Haut vorgenommen wird, kommt es durch die auftretenden Blutungen zu einem Auswaschen der Farbmittel. Dauerhaft haltbar sind diejenigen Farbmittel, die in der mittleren Hautschicht (Dermis) und zwar im Zelltyp der Fibroblasten eingelagert sind. TATTOO HAMBURG

Die heutzutage gebräuchlichste Methode ist das Arbeiten mit einer elektrischen Tätowiermaschine. Hier wird z.B. mit Hilfe zweier Spulen ein Magnetfeld erzeugt, das eine Anzahl feiner, an eine Stange gelöteter Nadeln schnell vor- und rückwärts bewegt. TATTOO HAMBURG

Die Geschwindigkeit ist abhängig von der Tätowiermaschine, der Technik und dem gewünschtem Effekt, z. B. Linien oder Schattierungen, liegt aber zwischen ca. 800 bis 7.500 Bewegungen pro Minute. Die Tinte hält sich dank einer Kapillarwirkung zwischen den Nadeln und wird durch die Schnelligkeit der Bewegung ähnlich leicht in die Haut gebracht wie beim Zeichnen mit einem Stift auf Papier. Die Haut wird mit der einen Hand unter Spannung gehalten, die andere Hand bringt das Bild ein. Hierbei wird zunächst – zumeist mit schwarzer Farbe – die Kontur erstellt, sowie – insoweit erforderlich – die Schattenwirkung eingebracht. Anschließend werden die entsprechenden Flächen farblich aufgefüllt. Die Wahl der verwendeten Nadelmengen- und Stärken richtet sich nach dem Motiv und der angewandten Technik.

Es gibt immernoch Tätowierer, die es mit dem hygienischen Arbeiten nicht so genau nehmen. Und das bedeutet, dass diese Tätowierer die Bewahrung deiner Gesundheit nicht respektieren.

Der Umgang und das Verständnis von Hygiene ist für alle VADERS.DYE Mitarbeiter ein Grundbaustein des professionellen Tätowierens und eine ernstzunehmende Aufgabe.

Die Arbeitsbereiche werden nach jeder Tattoo-Session gründlich von einem Mitarbeiter gereinigt und desinfiziert. Wir haben in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt dafür gesorgt, dass die Oberflächenbeschaffenheit der Arbeitsbereiche (Wände, Boden, Liege, Gerätschaften) ein keimfreies reinigen zusätzlich vereinfachen.

Die fachgerechte Ausführung vom Desinfizieren der Arbeitsplätze wird schriftlich in einem Plan festgehalten und kontinuierlich überprüft.
Sterilisierte Instrumente werden mit einem Ablaufdatum versehen.

Es geht um DEINE Gesundheit.

Wir benutzen zum sterilisieren aller Instrumente einen Sterilisator der renommierten Marke Melag.

Dieser entspricht der gleichen Kategorie, wie der bei eurem Arzt. Wir können so gewährleisten, dass unsere Instrumente nach dem Aufbereitungsprozess auch wirklich zu 100% steril sind.

Die dauerhaft gleichbleibende Qualität des Sterilisationsprozesses wird sichergestellt durch:

  • die messtechnische Überwachung der Verfahrensparameter (Überwachung des ordnungsgemäßen Programmablaufs)
  • regelmäßige Prüfungen & Wartung nach Angaben des Herstellers
  • regelmäßige Überprüfung durch das Gesundheitsamt

Die Aufbereitung der wiederverwendbaren Instrumente, wird in folgenden Schritten unterteilt:

1.Desinfektion – 2.Reinigung – 3.Sterilisation

Diese Reihenfolge wird von uns immer strikt eingehalten.

Der Sterilisationsprozess wird ausschließlich von einem professionell ausgebildeten Sterilgutassistenten/in durchgeführt. Nur so kann eine fachgerechte Aufbereitung gewährleistet werden.

Die Instrumente werden für den Sterilisationsprozess in selbstklebende Sterilisationstüten verpackt. Die Dokumentationsaufkleber werden nach dem Auspacken zur Dokumentation auf die Rückseite eurer Einverständniserklärung geklebt.

Folgende Daten sind somit nachvollziehbar:

  • Fachverantwortlicher
  •  Sterilisationsdatum
  • Chargennummer
  • Haltbarkeitsdatum
  • Kurzzeichen der Beladungskonfiguration

Der Tätowierer/in unterschreibt ebenso auf dieser Seite und übernimmt mit gutem Gewissen die volle Haftung für die Richtigkeit des Ablaufs.

Mit dem für euch entworfenen ausführlichen Fragebogen, gehen wir individuell auf jeden Kunden ein um Gesundheitsrisiken möglichst auszuschließen. Jeder unserer Kunden erhält eine professionell ausgearbeitete, schriftliche Aufklärung über mögliche Komplikationen, Risiken und die deutsche Rechtsgrundlage.

Wir Tätowieren ausschließlich mit den nach heutigem Wissensstand (2014) hochwertigsten Tattoofarben (gemäß Tätowiermittel-Verordnung 2009). Diese sind: UV-Licht resistent, VEGAN und gesundheitlich unbedenklichen.

Bereits geöffnete Farbflaschen werden kühl gelagert und gemäß Haltbarkeitsdatum verwendet.

Alle Tätowierer arbeiten immer mit Einweghandschuhen, Einwegnadeln, Einwegfarbbehältern, Einwegpapiertüchern, Einwegrasierer und Einwegspatel.

Die steril verpackten Intsrumente werden erst vor euren Augen ausgepackt.

Wir legen außerdem viel Wert darauf, dass unsere Tätowierer ihren Arbeitsplatz sauber halten und den Mülleimer täglich entleeren.

Wer beim Thema Hygiene und Sauberkeit nachlässig ist, ist blöd.

So läuft es in der Regel ab, wenn ihr euch bei uns tätowieren lassen wollt:

  • Ihr habt eine Idee für euer Tattoo, grob oder präzise, mit oder ohne Zeichnung und meldet euch bei uns über das Anfrageformular hier auf der Website oder kommt zu uns ins Studio.
  • Die weitere Beratung erfolgt dann in der Regel einfach per Mail, Telefon oder direkt bei uns im Studio. Wir werden dir vorab auch gern eine ungefähre Preiseinschätzung geben.
  • Als nächstes wird dein Tattootermin vereinbart. Für den Termin wird ausreichend Zeit eingeplant sodass dein Tattooartist den Entwurf mit dir besprechen und wenn nötig deinen Wünschen anpassen kann.
  • Nachdem wir einen passenden Termin gefunden haben, benötigen wir eine Anzahlung, die pro Artist variiert und zwischen 100 EUR und 200 EUR liegt. Der vereinbarte Termin kann jedoch bis zu 7 Tage vor Termindatum von dir widerrufen werden. In diesem Fall erhältst du deine Anzahlung in vollem Umfang zurück. Deine Absage ganz einfach per Mail HIER absenden.
  • Dein Tattoodesign wird zum vereinbarten Tattootermin vorbereitet oder gemeinsam mit deinem Tattooartist vor Ort am Tag deines Termins entwickelt.
  • Nachdem du nun dein neues, wunderschönes Tattoo unter der Haut trägst, erhältst du von deinem Tattooartist eine ausführliche Aufklärung zur Pflege, die du auch im Punkt ALLGEMEINE PFLEGEANLEITUNG nochmal nachlesen kannst.
  • Nach drei bis sechs Wochen kommst du nochmal spontan rein, um uns auf dein Tattoo schauen zu lassen, falls notwendig wird dann ein Termin zum Nachstechen vereinbart.

Für Fragen zum Ablauf kannst du uns telefonisch, MO – SA von 11-14 und 16-19, erreichen, wir freuen uns aber natürlich auch über deinen Besuch MO – SA von 11-19.

Der Preis eines Tattoos ist abhängig von der Größe, dem individuellen Arbeitsaufwand für Tattoo und Motiventwurf/Motiventwicklung, der Platzierung (Köperstelle), der Beschaffenheit der Haut und dem ausführenden Tattooartist.

Da unsere Tätowierer/innen echte Künstler sind, übernehmen sie äußerst gerne die Ausarbeitung eines individuellen Motivs für euch. Tattoos von der Stange wird es bei uns definitiv nicht geben. Jedes Tattoo das unser Studio verlässt ist ein Unikat.

Sobald die o.g. Faktoren feststehen kann der jeweilige Tätowierer eine Aussage treffen die zu ca. 90% zutreffend ist. Es wird sich immer nur um eine geringe preisliche Abweichung nach oben oder unten handeln.

Je präziser eure Aussagen, Ideen oder Motive, desto präziser unsere Einschätzung zum Preis.

Der Grundpreis für ein Tattoo liegt bei 150 EUR.
Wir haben diesen Grundpreis festgelegt, da wir für jeden Tattoo-Termin einen gewissen zeitlichen und materiellen Grundaufwand für Auf- und Abbau, sowie Reinigung des Platzes, Sterilisation der Instrumente und Beratung haben.

Bei der Vergabe eines Tattoo-Termins wird eine Anzahlung in Höhe von mindestens 100 EUR fällig. Diese Anzahlung ist als „Pfand“ zu betrachten und wird entsprechend mit dem endgültigen Preis des Tattoos verrechnet.

Die Anzahlung verfällt, solltest du zum vereinbarten Termin nicht erscheinen oder uns nicht 7 Tage vorher mitteilen, dass du den Termin nicht wahrnehmen kannst.

Nach deinem Tattootermin bekommst du von deinem Tattooartist eine mündliche, auf dich und dein neues Tattoo zugeschnittene Aufklärung zur Pflege.

Die Heilphase verläuft je nach Pflege, Hauttyp und Körperstelle unterschiedlich. Damit die Heilung bestmöglich erfolgt, sind folgende Punkte einzuhalten:

  • Nach dem Tätowieren keine bewegungsintensiven Tätigkeiten ausführen.
  • Die Folie nach ca. drei Stunden entfernen. Anschließend die Tätowierung mit klarem Wasser und ph- neutraler Seife reinigen, zur Not kannst du auch zu normaler Handseife greifen.
  • Einen sauberen Waschlappen oder Handtuch mit heißem Wasser tränken und ca. 20 Sekunden auf das frische Tattoo drücken. Die Wunde anschließend an der Luft trocknen lassen oder vorsichtig trocken tupfen.
  • Danach mit einer Tattoocreme wie z.B. Pegasus oder Wund- und Heilsalbe, wie Panthenol oder Aquaphor von Eucerin, dünn eincremen. Die Pegasus Tattoocreme gibt es auch bei uns im Studio für nur 3 EUR.
  • Gegebenfalls ein bis drei Tage nur noch nachts mit Folie abdecken. Wichtig: Vor der Folie die Tätowierung eincremen.
  • Die ersten fünf Tage zügig duschen, nicht mehr mit Seife das Tattoo abwaschen. Wasser, Shampoo und Duschgel nur noch drüber laufen lassen. Nicht schrubben!
  • Das Tattoo in der ersten Woche 3 Mal täglich mit der Tattoocreme oder 6 Mal täglich mit Wund- und Heilsalbe dünn eincremen und einmassieren, um die Haut vor der Austrocknung zu schützen.
  • Zweite bis vierte Woche 1-2 Mal täglich mit der Tattoocreme oder 3 Mal täglich mit der Wund- und Heilsalbe dünn eincremen.
  • Mindestens eine Woche kein Sport.

Allgemein ist während der Heilungsphase zu beachten:

  • Die tätowierte Stelle nicht übermäßig dehnen. Vorsicht bei Sport und anderen körperlichen Aktivitäten.
  • In den ersten drei Wochen ausgiebiges Duschen und Sitzbäder vermeiden.
  • Kontakt mit Dreck und Öl vermeiden.
  • Jucken gehört zur Heilung. Nicht kratzen! Es könnten sonst Farbpigmente ausgerissen werden.
  • Vier bis sechs Wochen lang Solarium und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
  • Drei Monate lang nur mit Sunblocker 30+ auf der tätowierten Stelle der Sonne aussetzen.
  • Wenig Stress und körperliche Belastung, viel Schlaf und eine gesunde Ernährung unterstützen die Wundheilungskräfte des Körpers.

In den ersten Tagen kann es zu Schwellungen und blauen Flecken kommen. Das sind verletzungsbedingte Einlagerungen und kein Grund zur Sorge.

Nach ca. drei bis sechs Wochen kommst du zur Sichtkontrolle des Tattoos ins Studio, hier wird dann entschieden, ob ein Nachstechtermin notwendig ist.

Das Nachstechen muss innerhalb der nächsten sechs Monate stattfinden.

Eine Tätowierung ist für immer
Es gibt derzeit kein bekanntes Verfahren, das garantiert eine Tätowierung spurlos verschwinden zu lassen. Gesundheitliche Risiken sind gänzlich unerforscht.

Tätowierungen können einschränken
Zwar werden Tätowierungen immer populärer, jedoch sind sie nicht unbedingt überall gerne gesehen. Insbesondere bei der Wahl des Berufes gilt es dies zu berücksichtigen.

Vorlage und Ergebnis
Die Tätowierungen werden immer ein wenig anders aussehen als eine Zeichnung auf z.B. Papier. Je nach Hauttyp und auch Farbe kann es Abweichungen geben. Zudem wird der/die Tätowierer/-in ggfs. das Motiv anatomisch in Form, Größe und Farbe anpassen müssen. Eine exakte Vorschau auf das Ergebnis kann nie simuliert werden.

Komplikationen: Allergien/Infektionen/Entzündungen
Trotz Einhaltung größtmöglicher Hygiene kann es zu Komplikationen kommen. Allergische Reaktionen und auch Entzündungen sind möglich. Auch die Gefahr einer Infektion ist nicht auszuschließen. Zur Vermeidung gehört auch die richtige Pflege der Tätowierung. Hierzu erhältst du nach der Tätowierung eine mündliche Aufklärung, sowie eine ausführliche Pflegeanleitung zum Nachlesen. Sollten Komplikationen in Folge einer Tätowierung ärztlich behandelt werden müssen, so übernehmen die Krankenkassen nicht die Kosten dafür. Bei Fragen und Problemen kannst du gerne im Studio vorbeischauen.

Eine gesundheitlich unbedenkliche Komplikation: „BlowOut“
Das bedeutet, dass die Farbe in der Haut, ähnlich wie Tinte auf einem Löschpapier, „ausläuft“. Das ist grundsätzlich nie auszuschließen und schlicht durch das Bindegewebe bedingt. Dem/der Tätowierer/-in ist es nicht möglich dieses Risiko im Vorfeld auszuschließen.

Biotattoo oder Temptoo (kombiniert aus temporär und Tattoo) ist die Marketingbezeichnung von manchen Kosmetikern und Pigmentierern für eine reguläre Tätowierung, die mit Techniken aus der Permanent Make-Up Branche angefertigt werden. Das Grundprinzip ist dasselbe wie das einer normalen Tätowierung, nur mit dem Unterschied, dass Biotattoos bzw. Temptoos mit Nadeln und Farben gestochen werden, die für Permanent Make-up gedacht sind.

Die Praxis, solche Tätowierungen anzufertigen, kam in den 1990er Jahren auf. Es wird teilweise noch immer damit geworben, dass die Farbe nur in Hautschichten eingebracht wird, welche sich ständig natürlich erneuern. Dadurch würde ein solches Tattoo nur wenige Monate oder Jahre sichtbar sein. Diese obersten Hautschichten (sog. Epidermis) erneuern sich jedoch schon innerhalb von ca. vier Wochen. Die darunterliegende Lederhaut aber unter normalen Bedingungen nie.

Nach Aussagen von Hautärzten ist es technisch unmöglich nur in die oberen Hautschichten zu stechen. Selbst wenn nur die obersten Hautschichten getroffen werden, hielte die Farbe dort maximal vier Wochen und nicht über Monate.

Nach unserer Auffassung ist das Anbieten eines Biotattoos/Temptoos höchst unseriös, denn Versprechen sollte man doch auch immer einhalten können.

Was du unbedingt beachten musst, bevor du dich für ein Tattoo-Studio entscheidest…

Im Grunde genommen ist es ganz einfach ein professionelles Tattoo-Studio von einem Amateur-Verein zu unterscheiden. Folgende Punkte werden dir dabei helfen dich zu entscheiden.

 

1. Allgemeines

  •  Wenn vor Ort alles sauber, ordentlich und das Team freundlich und hilfsbereit ist – kannst du schon mal aufatmen.
  •  Bei Besichtigung eines Tattoo-Studios kannst du Dich unverbindlich über das jeweilige Angebot informieren. Vielerorts werden sowohl Tattoos als auch Piercings angeboten. Einige spezialisieren sich hingegen ausschließlich auf Piercings oder Tätowierungen.
  • Wichtig ist, vor der Tätowierung ein Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter des Studios zu führen. Allerdings solltest du dir schon vor dem Beratungsgespräch die Website des Studios ansehen, um dir evtl. unnötige Wege zu sparen und erste Informationen zu den Arbeitsabläufen und (sofern vorhanden) Kundenmeinungen zu erhalten.

 

2. Hygiene –  der dich behandelnde Tätowierer/in

Der/die Dich behandelnde Tätowierer/in muss…

  • …waschbare Arbeitskleidung tragen.
  • …freie Unterarme haben (nicht mit Textilien bedeckt).
  • …Hände sterilisieren und Einmalhandschuhe tragen.
  • …deine Haut desinfizieren und kurz einwirken lassen.

 

3. Hygiene in den Behandlungsräumen

  • Die Behandlungsräume sollten unbedingt räumlich vom Empfangs- und Beratungsbereich getrennt sein.
  • Alle Einrichtungsgegenstände sowie Boden und Wände sollten feucht abwaschbar und leicht zu desinfizieren sein.
  • Desinfektionsmittel sollte an jedem Arbeitsplatz vorhanden sein.
  • Pflanzen und Tiere haben in den Behandlungsräumen absolut nichts zu suchen. Ebenfalls sollte hier kein Essen aufbewahrt werden.
  • Ein striktes Rauchverbot ist überaus wichtig.

 

4. Hygiene – Materialien & Geräte

  • Griffstücke (aus Metall), welche mehrfach benutzt werden, müssen in sterilen Päckchen eingepackt sein und werden jeweils vor deinen Augen geöffnet. Frage auch ruhig mal nach dem genauen Sterilisationsdatum und wie die Teile aufbewahrt werden.
  • Das Studio sollte darüber hinaus über einen Dampfdruck Sterilisator (Autoclav) verfügen, welcher halbjährlich auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft wird. Lasse dir bei Bedenken einfach mal den letzten Prüfbericht zeigen.
  • Die Behandlungsliege oder Armstütze (je nach Position der Tätowierung) sollte mit Folie oder Einwegpapier belegt sein, das nach jeder Behandlung gewechselt wird.
  • Behandlungsliege und die Arbeitsflächen sollten ebenfalls nach jedem Kunden feucht desinfiziert werden.
  • Für die Entfernung von Körperhaaren sollten Einwegrasierer benutzt werden
  • Es sollte nur Einwegpapierhandtücher zum abtupfen/abwischen der Haut benutzt werden.
  • Auch die Behältnisse für Farben und Salben sollten nur für einen Kunden benutzt werden.
  • Gleiches gilt besonders für die Nadeln!

 

5. Das Beratungsgespräch

  • Du musst unaufgefordert über alle Risiken informiert werden.
  • Es wird nach dem Personalausweis gefragt und detailliert auf eventuell vorhandene Allergien (Allergiepass) und Krankheiten eingegangen.
  • Ideal ist es, wenn das Gespräch durch zur Hilfenahme einer Einverständniserklärung schriftlich festgehalten und vom Kunden unterschrieben wird.

 

 6. Farben & Materialien

  • Es gibt verschieden Materialien die für den Ersteinsatz geeignet sind. Dein/e Tätowierer/in  ist ein Fachmann und wird dir erklären können aus warum er/sie, welche Farben und Werkzeuge einsetzt.
  • Bei den Farben gibt es große Unterschiede. Das fängt schon bei der Unterscheidung zwischen veganer und nicht-veganer Farbe an. Frag doch einfach mal nach.

 

7. Die Behandlung

  • Frage nach wie und warum welche Mittel zum Einsatz kommen, wie sie wirken und ob der Tätowierer das nötige Wissen und die Erfahrung besitzt, bei einem eintretenden Notfall Erstversorgung zu leisten.
  • Es sollte dir nach dem Tätowieren eine schriftliche und gut nachvollziehbare Pflegeanleitung ausgehändigt werden.
  • Die Pflege deines neuen Tattoos sollte dir Schritt für Schritt erklärt werden.
  • Dein Tätowierer sollte dir anbieten, dass du dich im Falle eines Problems telefonisch bei ihm melden kannst.
  • Er sollte dir außerdem im Problemfall eine kostenlose Nachkontrolle anbieten

 

Personen unter 14 Jahren dürfen nicht tätowiert werden.

Personen unter 18 Jahren werden von seriösen Tätowierern ebenfalls nicht tätowiert, obwohl dies rein rechtlich mit Zustimmung der Eltern möglich ist.

Im November 2008 hat das Europäische-Parlament mit dem Beschluss der neuen Tätowiermittel-Verodnung einen äußerst wichtigen Meilenstein für die europäische Tattoobranche überwunden.

Für euch Kunden bedeutet das, dass es endlich verboten ist Farben zu verwenden die gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Bei Interesse kannst du dir hier den genauen Gesetzestext durchlesen.

Wir bei VADERS.DYE gehen sogar noch einen Schritt weiter und verzichten aus eigener Überzeugung gänzlich auf Farben und Arbeitsmaterialien die aus tierischen Inhaltsstoffen bestehen oder für dessen Herstellung Tiere in Tierversuchen leiden mussten.

Vorbereitung für deinen Tattootermin.

Wer einen Termin in unserem Studio vor sich hat, sollte einige Punkte beachten:

Vor deinem Termin solltest du:

  • Gut gegessen haben
  •  Ausgeschlafen und fit sein
  •  Keine ausgedehnten Sonnenbäder nehmen (Sonnenbrandgefahr)
  •  Solltest du trockene Haut haben oder frisch gebräunte Haut, mache bitte ein Peeling an der zu tätowierenden Stelle
  •  Sollte eine trockene Hautpartie wie Hände, Unterarme, Ellenbogen, Knie oder Fußgelenke tätowiert werden, muss die Haut bis zum Tattoo Termin durch Eincremen mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden.

24 Stunden vor und nach dem Tätowieren solltest du:

  •  Keine Blutverdünner einnehmen z.B. Aspirin, Marcumar oder Energydrinks
  •  Keinen Alkohol/Drogen konsumieren
  •  Maximal eine Tasse Kaffee/Schwarzen Tee trinken

Du kannst nicht tätowiert werden wenn:

  •  Du Antibiotika oder Cortison einnimmst oder es 3-5 Tage vor dem Termin eingenommen hast
  •  Du schwanger bist oder es vor kurzem warst und noch stillst
  •  In den letzten 48 Stunden geimpft wurdest
  •  Du an der zu tätowierenden Stelle einen Sonnenbrand hast
  •  Solltest du 3 Wochen nach deinem Termin einen Strandurlaub geplant haben
  •  Du Neurodermitis an der zu tätowierenden Stelle hast

Für Fragen vor deinem Termin, kannst du dich gerne telefonisch bei uns melden.

Solltest du deinen Termin verschieben oder absagen müssen, dann tu das bitte 7 Tage vor deinem Termin persönlich im Studio, telefonisch oder per Mail an absage@vadersdye.com, sodass es uns möglich ist einen neuen zu schreiben. Solltest du dies zu spät tun oder über die falsche Mail Adresse versuchen, verfällt deine Anzahlung.